Was ist ein Schlafphasenwecker?

Kurz gesagt ist ein Schlafphasenwecker ein besonderer Wecker, der die aktuelle Schlafphase des Schlafenden beachtet und ihn dementsprechend sanft aufweckt.
Als Schlafphasen bezeichnet man die Leichtschlafphasen 1 und 2, die Tiefschlafphasen 3 und 4, die zur körperlichen Entspannung dienen und die Rapid-Eye-Movement-Phasen, die man auch REM nennt.

Während sich diese Phasen abwechseln, beziehungsweise direkt vor und nach den REM-Phasen, gibt es mehrere Momente, in denen man fast wach ist. Das sind also Zeitpunkte, an denen man nicht besonders tief schläft, beispielsweise wenn man seine Liegeposition verändert oder die Bettdecke richtet.
Gewöhnliche Wecker würden sich nur an der Uhrzeit orientieren, die man ihnen am Vortag bekannt gegeben hat, doch sie würden die Schlafphase des Schlafenden völlig ignorieren. Im schlimmsten Fall würden sie ihn aus einer Tiefschlafphase wecken, der Betroffene würde sich schrecklich müde fühlen.
Schlafphasenwecker sind zum Glück weitaus intelligenter.
Man gibt ihnen in den meisten Fällen gar keine festgelegte Weckzeit, sondern einen Zeitraum, in dem sie wecken sollen. Der schlaue Wecker hält in dieser Zeit nach einem Moment Ausschau, in dem wir schon fast wach sind und genau dann lässt er den Alarm erklingen.
So ist das Aufwachen gleich viel angenehmer.
Wenn der Wecker keinen fast wachen Moment in dem angegebenen Zeitraum entdeckt, dann klingelt er, wenn dir Zeit abgelaufen ist.

Wecker mit Armband

Wecker, die mit einem Armband kommunizieren können, holen einen besonders sanft aus dem Schlaf. Das Ganze funktioniert mit einem Neigungssensor, der in dem Band integriert ist. Mit diesem Sensor werden Bewegungen des Schlafenden registriert und an den eigentlichen Wecker gesendet. Bei dem Armbandwecker von aXbo ist die Strahlenbelastung übrigens äußerst gering, das Bändchen ums Handgelenk schickt wirklich nur Signale an den Wecker, wenn sich der Schlafende bewegt.
Mit diesem Wecker lassen sich übrigens auch alle aufgezeichneten Bewegungsdaten am PC ansehen, aber auch andere Informationen wie Einschlafzeitpunkt, Weckzeitpunkt und tatsächliche Schlafdauer.

Wecker mit Modul unter der Matratze

So ein Wecker wird unter die Matratze geschoben. Dort nimmt er wahr, wann jemand ins Bett geht und wann er wieder aufsteht, doch er zeichnet auch den Herzschlaf und die Atemfrequenz auf. Jedes Wälzen, jeder ungewöhnliche Atemzug, die kleinsten Körperbewegungen und jeder Toilettengang, alles wird registriert. Der Beurer SE 80 Sleep Expert Bluetooth ist beispielsweise so ein Wecker.
Bei diesem Modell benötigt man zusätzlich eine App des Herstellers auf dem Smartphone, die sich mit dem Sensor per Bluetooth verbindet und so die Schlafdaten überträgt. Der Vorteil gegenüber einem Armbandwecker ist aber lediglich, dass man kein Zubehör während dem Schlafen tragen muss und so kaum etwas von der Messung bemerkt.

Schlafphasenwecker App

Als Alternative zu den bereits vorgestellten Weckern gäbe es auch noch einfache Apps, die einen behutsam aus den Träumen locken sollen. Dazu wird einfach eine App auf dem Smartphone installiert und das Gerät platziert man in der Nähe des Kopfkissens.
Der Bewegungssensor im Smartphone soll angeblich alle Bewegungen registrieren, zudem werden Geräusche wie Schnarchen oder Reden im Schlaf aufgezeichnet.
Doch wie genau sind diese Applikationen, wenn man beispielsweise zu zweit in einem Bett schläft? Laut einigen Herstellern filtern die Programme die Bewegungen einer zweiten Person ganz von selbst heraus. Doch fast alle Entwickler betonen, dass man sein Handy über Nacht aufladen soll, sofern man ihre Software benutzen möchte. Vergisst man das, kann es schon einmal passieren, dass der Akku über Nacht leer wird und man am nächsten Morgen verschläft…